Stand up paddle mit Hund


Aiyana und ich haben im Jahr 2018 mit dem PADDELN angefangen. 

Da ich von dem Ganzen anfangs keine Ahnung hatte und auch kein Material, wie Board u.s.w., besessen hatte, habe ich mich im September 2018 zu einem eintägigen Kurs angemeldet. Der Kurs hat uns mega viel Spaß gemacht. Bei den meisten Kursen ist jedoch nur ein Surflehrer vor Ort und es fehlt der Hundetrainer, der darauf achtet dass der Kurs auf jedes einzelne Mensch-Hundteam zugeschnitten wird und den Teilnehmern Hilfestellung leistet wenn es nötig ist. Da es für Aiyana und mich das erst Mal auf einem Board war, haben wir es ganz langsam angehen lassen und haben im Sitzen angefangen. Auch wenn jeder sagt das es "Stand Up Paddle" heißt, ist es sehr wichtig, dass man im Sitzen anfängt um dem Hund die Sicherheit zu geben.

Hier mal ein paar Erlebnisse die ich in dem Kurs gesehen habe den ich mitgemacht habe:

Viele haben versucht das Stehen mit dem eigenen Hund auf dem Board zu üben, was aus verschiedenen Gründen nicht geklappt hat (Frauchen hat das Gleichgewicht verloren und hat den Hund mit von Board geschmissen...ist im Sturz noch auf den Hund gefallen und hat diesen unter Wasser gedrückt; Hund hat durch Anspringen das Frauchen vom Board geschubst; Hund ist vom Board gesprungen und ans Ufer geschwommen um zu einem Vorbeilaufenden Hund zu rennen. DINGE DIE EINACH MEGA GEFÄHRLICH SIND).


Auf dem folgenden Bild kann man sehr schön erkennen, dass Aiyana noch etwas unsicher ist. 



Was Ihr beim anlernen eures Hundes unbedingt beachten solltet:

  1. Als Anfänger meldet Ihr euch zu einem ersten Kurs ohne Hund an. Dann habt Ihr genug Zeit einmal ein FEELING für das Ganze zu bekommen und habt genug Zeit euch mit dem Material auseinander zu setzten. In diesem Kurs könnt Ihr nicht nur das Sitzen oder Knieen auf dem Board üben sondern auch das Stehen. Denn solltet Ihr das Gleichgewicht verlieren fallt nur Ihr ins Wasser. 
  2. Solltet Ihr kein eigenes Board haben meldet Ihr euch zu einem weiteren Kurs an oder aber diesmal mit Hund. Bitte fangt mit eurem eigenen Hund erstmal im Sitzen an bis er und Ihr euch in der neuen Situation wohlfühlt. Ich denke jeder kennt seinen eigenen Hund am besten und weiß wann dieser bereit ist den nächsten Schritt zu machen. Falscher Ehrgeiz ist bei diesem Hobby fehl am Platz. Im nächsten Schritt kniet Ihr euch auf das Board bis der Hund und Ihr genug Sicherheit habt dass man das Stehen üben kann.
  3. Bringt dem Hund mit dem Kommando "Board" bei auf dieses zu steigen. Achtet darauf dass der Hund niemals selbständig das Board verlässt. Das kann beim paddeln auf Gewässern mit Strömungen sehr gefährlich sein.


Solltet Ihr, wie mein Rudel und ich, mit dem Paddelvirus infiziert sein besorgt euch eine eigene Ausrüstung.


Ich empfehle euch das Board "Super Trip" der Firma Aquamarina. Ein Anfängerboard welches sogar für die ganze Familie geeignet ist. Macht nicht den Fehler den ich gemacht habe und kauft euch ein Board nur weil es günstig ist. Ich habe viel im Internet gelesen bevor ich mir ein Board gekauft habe. Das Aquamarina Super Trip bietet eine sehr große Stabilität im Wasser und verzeiht euch auch mal einen kleinen Verlust des Gleichgewichts ohne das Ihr mit eurem Hund direkt baden geht.


Weiter geht es mit der Schwimmweste für euren Hund. Ich habe für meine Hunde die Schwimmweste "Lifeguard" von der Firma Hurtta. Letztendlich ist die Marke total egal. Wichtig ist nur, dass die Weste außer der zwei Gurtbandstrippen auch einen Bauchgurt aus Neopren besitzt. Denn dieser wird zuerst um den Bauch mit einem Klettverschluss verschlossen und anschließend werden die breiten Gurtbandstrippen mit einem Klickverschluss verschlossen. Der Bauchgurt aus Neopren hat mehrere Vorteil und ist zwingend notwendig.


  1. Er dient als Prallschutz vor Verletzungen. Zum Beispiel durch nicht sichtbare Steine die sich im Wasser befinden
  2. Die Weste hat auf der Oberseite einen Haltegriff mit dem man den Hund aus dem Wasser ziehen kann. Hierbei schützt der Neoprenbauchgurt davor, dass die Gurtbandstrippen durch das Gewicht des Hundes einschneiden und dem Hund unangenehm sind.


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